| Forschung |
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Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (Direktor: Prof. Dr. med. Thomas J. Vogl) und der Klinik für Nuklearmedizin (Direktor: Prof. Dr. med. Frank Grünwald) des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie dem ZIES (Koordination: Dr. med. et med. dent. Michael Nübler-Moritz) ist im Dezember 2011 eine wissenschaftliche Projektgruppe initiiert worden. Diese Projektgruppe dient der Einrichtung eines PET/MRT-Tomografen am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main zur Optimierung und Erweiterung bildgebender Verfahren in der neurologischen und pädiatrischen Diagnostik sowie in der Therapie- und Verlaufskontrolle bei neurologischen und pädiatrischen Störungen und Krankheitsbildern. Die PET/CT-Tomografie, eine Kombination aus Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Computertomografie (CT), ist ein multimodales bildgebendes Verfahren, das Informationen, u. a. über entzündliche oder tumorassoziierte Stoffwechselaktivitäten (PET) mit räumlich detaillierten Informationen (CT) verbinden kann. Dieses innovative bildgebende Verfahren findet seit einigen Jahren Anwendung im Bereich neurologischer und onkologischer Fragestellungen. Während die Computertomografie für ossäre Fragestellungen die notwendigen Informationen sehr präzise liefert, ist insbesondere bei der Abbildung von Weichteilgeweben und dem Gehirn die Computertomografie der Magnet-Resonanz-Tomografie deutlich unterlegen. Die Magnet-Resonanz-Tomografie bietet neben differenten messbaren Parametern, die auch quantitativ bestimmt werden können, den Vorteil einer fehlenden Strahlenexposition. Dies spielt vor allem in der Kinderheilkunde bei neuropädiatrischen und onkologischen Fragestellungen eine große Rolle. Daher streben das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und die Klinik für Nuklearmedizin gemeinsam mit dem ZIES die Einrichtung eines PET/MRT-Tomografen am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main an. Die technisch höchst anspruchsvolle und erst vor kurzem realisierte Kombination aus Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) eröffnet in einzigartiger Weise den Zugang zu relevanten Informationen, und stellt somit eine neue Dimension der individuellen detaillierten und präzisen radiologisch-nuklearmedizinischen Diagnostik dar. Das PET/MRT-Hybridsystem ist sowohl bei der Initialdiagnostik, als auch bei der Therapie- und Verlaufskontrolle – durch die gleichzeitige (qualitative und quantitative) Abbildung von Morphologie und Funktion assoziiert mit einer überragenden Sensitivität – allen anderen bildgebenden Verfahren (Volumentomografie (DVT), Computertomografie (CT), Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT), Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT), Positronen-Emissions-Tomograpfe (PET)) deutlich überlegen. Hinzu kommt, dass (im Vergleich zur PET/CT-Tomografie) bei der PET/MRT-Tomografie die CT-bedingte Strahlenexposition entfällt. Diese neue Technologie einer Kombination aus Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) bietet einen besonders hohen Nutzen für die grundlagenorientierte Forschung und die klinische Anwendung gleichermaßen, da dieses Hybrid-Bildgebungsverfahren die jeweiligen Vorteile der Einzelverfahren kombiniert und die jeweiligen Nachteile kompensiert. Dies hat herausragende Bedeutung in den wichtigen medizinischen Bereichen Neurologie und Kinderheilkunde. Für die Projektleitung am Wissenschaftsstandort Frankfurt ist es daher medizinischer Auftrag und gesellschaftliche Verpflichtung zugleich, den zeitnahen und uneingeschränkten Zugang zu diesem modernsten bildgebenden Verfahren für alle Patienten aus der Mitte Europas nachhaltig zu ermöglichen.
Prof. Dr. med. Thomas J. Vogl Prof. Dr. med. Frank Grünwald Dr. med. et med. dent. Michael Nübler-Moritz |